Wer seine Zahlen nicht kennt, kennt sein Geschäft nicht … Punkt!
Zur Entwicklung Ihres Unternehmens stehen Ihnen drei wesentliche Bausteine zur Verfügung:
- Wissen
- Zeit
- Geld
Und zwar genau in dieser Reihenfolge.
Je mehr Sie wissen, desto weniger Zeit brauchen Sie, um sich um Alltägliches zu kümmern oder um Neues zu recherchieren und zu lernen.
Wenn Sie wenig wissen, dann brauchen Sie viel Zeit. Eben um sich um Alltägliches zu kümmern oder um Neues zu recherchieren oder zu lernen.
Und wenn Sie auch noch wenig Zeit haben, dann wird es teuer – in Form von Mitarbeiter:innen, die Sie brauchen, um Arbeit zu erledigen, die Sie nicht kennen oder können, externe Hilfestellung
etc.
Von den Daten zur Erfahrung
Aus Daten werden Informationen, aus Informationen Wissen und aus Wissen Erfahrung. So die Theorie. Aber was tun, damit aus grauer Theorie gelebte Erfahrung wird?
Die spannende Frage ist nicht, wie viele Daten Sie haben, sondern ob daraus steuerbare Information wird.
Daten
Daten sind der „Rohstoff“ der Unternehmensführung. Davon haben wir in Zeiten wie diesen mehr als genug. Manchmal sogar so viel, dass es uns überflutet – ein
Daten-Overflow. Dann sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Nur: Daten sind noch lange keine Informationen, mit denen wir arbeiten können.
Informationen
Damit aus Daten brauchbare Informationen werden, müssen sie vier Kriterien erfüllen. Gute Information ist entscheidungsfähig: Sie zeigt Abweichung, Trend und Handlungsbedarf.
- Relevanz: Viele Daten, die wir zur Verfügung haben, verursachen bestenfalls Rauschen. Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Weniger ist mehr. Sie nehmen sich nur jene Daten, die für den jeweiligen Zweck erforderlich sind. Wenn Sie in einem Bereich ein Qualitätsproblem haben, dann verfolgen Sie die Faktoren, die Ihre Qualität beeinflussen. Erinnern Sie sich an das Beispiel im letzten Artikel.
- Regelmäßigkeit: Damit Daten zu relevanten Informationen werden, ist in vielen Bereichen Regelmäßigkeit der entscheidende Faktor. Nur wer die Entwicklung einer Größe kennt, kann abschätzen, wann und wie interveniert werden kann – oder muss. Erinnern Sie sich an das oberste Prinzip: Cash ist King.
Sie verfolgen die wichtigsten Einflussfaktoren für Ihren Cashflow – und das sehr regelmäßig. Den Liquiditätsplan wahrscheinlich auf wöchentlicher Basis; wenn es
kritisch ist, vielleicht sogar auf Tagesbasis. Andere Faktoren, die ihn beeinflussen – zum Beispiel Bestelleingang, Materialbestellungen, Personalkosten etc. – auf monatlicher Basis.
-
Transparenz: Unterschätzen Sie nicht, wie viel Disziplin es erfordern kann, Zahlen in dieser Regelmäßigkeit
aufzubereiten – immer in derselben Logik und derselben Darstellungsweise. Dafür braucht es Systeme. Die können sehr einfach sein. Aber der Aufbau eines solchen Systems braucht ein wenig
Gehirnschmalz und Energie, damit es am Ende wirklich einfach sein kann.
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Anschlussfähigkeit: Die Daten müssen – und dieses MÜSSEN ist ein müssen! – so aufbereitet sein,
dass sie für alle verständlich und nachvollziehbar sind: für Sie selbst, für Ihre Mitarbeiter:innen, für die Bank und Geldgeber. Denn Orientierung entsteht nicht durch Tabellen, sondern durch
gemeinsames Verständnis und ein gemeinsames Bild der Lage.
Nur ein Beispiel: Die Anzahl von Fehlern im Verhältnis zur hergestellten Ware versteht fast jede:r. Regelmäßig erhoben zeigt diese Kennzahl Verbesserung oder Verschlechterung – und genau darum geht’s. Das versteht auch jede Bank.
Nur ein Beispiel: Die Anzahl von Fehlern im Verhältnis zur hergestellten Ware versteht fast jede:r. Regelmäßig erhoben zeigt diese Kennzahl Verbesserung oder Verschlechterung – und genau darum geht’s. Das versteht auch jede Bank.
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Wissen und Erfahrung: Wissen entsteht aus der regelmäßigen Beschäftigung mit Informationen. Wissen ist der „Treibstoff“ für ein robustes
Unternehmen. Erst Wissen hilft Ihnen, gemachte Erfahrungen richtig einzuordnen, zu lernen und zu reflektieren. So entsteht gelebte Erfahrung und irgendwann auch ein verlässliches
Bauchgefühl.
Der Unterschied: Sie können dieses Wissen und die daraus gewonnene Erfahrung gegenüber Mitarbeiter:innen, Lieferanten, Banken und Geldgebern überzeugend und transparent kommunizieren. Und das schafft Vertrauen – die Basis jedes guten Geschäfts.
Mein Fazit
Weniger ist mehr. Es geht nicht um mehr Daten oder um mehr Berichte. Es geht auch nicht darum, dass möglichst viel digitalisiert wird. Es geht darum herauszufinden, welche Informationen dem Unternehmen tatsächlich weiterhelfen.
Robust ist, wer weiß, was wichtig ist und das konsequent im Blick behält.
Eine Frage der Robustheit
Überlegen Sie, in welchen Bereichen Sie derzeit der Schuh am meisten drückt! Welche Daten würden Sie brauchen, damit Sie dem Problem auf den Grund gehen können? Wo bekommen Sie diese Daten her? Gibt es eine Möglichkeit, diese Daten auf einfache Weise regelmäßig zu erfassen?
