Können, Wollen & Sollen


Heute ein paar Überlegungen für die kleinsten unter den Kleinen mit einem kleinen P.S.: trifft auch für die größeren zu. 

 

Wenn EPUs zu wenig Zeit und zu wenig Energie haben, um sich mit der Entwicklung ihrer unternehmerischen Tätigkeit beschäftigen zu können, liegt oft an einem Ungleichgewicht in der „Dreifaltigkeit“ aus KÖNNEN, WOLLEN & SOLLEN:

 

KÖNNEN Sie wirklich alles, was Sie für die Abarbeitung Ihrer Aufträge brauchen? Müssen Sie viele neue Kenntnisse erwerben oder Fertigkeiten erlernen, um einen Auftrag erfüllen zu können? Der Grat zwischen persönlicher Entwicklung und die eigenen Fähigkeiten entwickeln und verzetteln ist ein schmaler Grat. Viele Aufträge binden überproportional viel Zeit, weil wir die Anforderungen nicht gut genug beherrschen. Natürlich sollen wir uns neue Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen. Wir müssen das sogar! Aber auch hier gilt das Credo: eine Politik der kleinen Schritte! Eins nach dem Anderen. Wenn Sie ständig Aufträge annehmen, für die Sie sich neue Fähigkeiten oder neues Wissen aneignen müssen, wird es Ihnen schwerfallen, wahre Meisterschaft in einem Bereich zu erlangen.

 

WOLLEN Sie das wirklich, was Sie gerade machen oder machen Sie es, weil Sie das Gefühl haben, dass Sie das Geld aus diesem Auftrag brauchen? Vielleicht tut es im Moment weh, wenn Sie auf ein wenig Geld verzichten müssen. Vielleicht fällt es Ihnen auch nur schwer, einen Auftrag abzulehnen. Es gibt eine Strategie, wie Sie dieses Problem in den „Griff“ bekommen können: „NEIN“ … Nein ist ein vollständiger Satz. Die Zeit, die Sie durch ein Nein gewinnen, gibt Ihnen ein wenig Raum, sich mit der Frage zu beschäftigen, welche Aufträge Sie brauchen, damit Sie das tun können, was Sie wirklich wollen und auch gut können.

 

SOLLEN Sie das tun, was Sie gerade tun? Gibt es genügend Kunden, die ein ähnliches Problem haben. Können Sie die Erfahrungen, die Sie hier gewinnen, auch in anderen Projekten einsetzen oder bleibt es bei diesem einen Auftrag? Für Sie als EPU geht es hier um die Frage, ob Sie Spezialist sind, und ob Sie unverwechselbar sind und zwar bei einem Problem oder einem Bedürfnis, das für eine ausreichend große Gruppe von Kunden:innen gelöst gehört. Die Frage ist also: Wird das, was Sie anbieten auch wirklich gebraucht?

Dann gibt es noch ein viertes und wirklich zentrales Thema in diesem Zusammenhang:

SELBSTWERT! Viele meiner Klienten:innen verlangen einen viel zu niedrigen Preis für ihre wertvolle Dienstleistung. Als Dienstleister und EPU verkaufen Sie Stunden gegen ein Stundenhonorar. Die zur Verfügung stehenden Stunden können Sie nicht vermehren. Also müssen Sie am Preis Ihrer Dienstleistung drehen. Die „Dreifaltigkeit“ aus Können, Wollen und Sollen und Ihr Preis (der massiv mit Ihrem Selbstwert zu tun hat) sind der große Hebel. Damit Sie diesen Hebel auch wirklich nutzen können, sollten Sie das eine oder andere Mal „Nein“ zu unpassenden Aufträgen sagen und in den einen oder anderen Dienstleister investieren, der Ihnen ungeliebte „Sachbearbeiter-Aufgaben“ abnimmt. So schaffen Sie sich den Raum für Ihre persönliche Entwicklung und die Entwicklung Ihres Unternehmens. So können Sie Ihre unternehmerische Rolle wahrnehmen.


Eine Frage der Robustheit:

 

Auf einer Skala von 0 bis 10, wie sehr haben Sie das Gefühl, dass Sie in Ihrer unternehmerischen Aktivität tatsächlich das tun, was Sie wirklich wollen?

 

0 … gar nicht! Ich bin mit lauter Dingen beschäftigt, die mir eigentlich keine Freude bereiten!

 

10 … ich habe meinen Weg gefunden. Ich kann weiß genau, was mir Freude bereitet und was nicht. Wenn ich Dinge mache, die einfach zu tun sind, dann stört mich das nicht, weil ich genügen Freude und Energie aus den Dingen ziehe, die ich wirklich gerne mache

 

Auf einer Skala von 0 … 10, wie hoch ist der Anteil Ihrer unternehmerischen Tätigkeiten, die Sie wirklich gut beherrschen?

 

0 … weniger als 20%

 

10 … mehr als 80%

 

Wie sehr sind Sie sich im Klaren, dass das, was Sie machen, auch gebraucht wird und der Wert dafür von Ihren Kunden in Form von Umsatz honoriert wird.

 

0 … ich bin mir nicht sicher. Die Leute brauchen es, sie verstehen es aber einfach nicht.

 

 

10 … ich bin in ständigem Austausch mit meinen Kunden. Ich verstehe sie und das schlägt sich in meinen Umsätzen und in meinem guten Preisniveau nieder.